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Woche 1 |
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21.07.2006: Chur - Barth, 1'070 Km. By Urs. |
12 Stunden total bei einer reinen
Fahrzeit rund 10 Std. Zum Glück keine Staus und eine
bestens funktionierende Klimanlage. Bei dieser Sauhitze
eine echte Wohltat!
Übernachtet wird im Hotel Speicher. Ein Prachtsbau und
effektiv in einen seinerzeitigen Kornspreicher eingebaut.
Beweis: beim Frühstück bat uns die Bedienung, denn Platz
doch zu wechseln, müssten wir doch ansonst damit rechnen,
von Zeit zu Zeit von oben mit uralten Körnern beglückt
zu werden, resp. im Kaffee zu finden. |
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22.07.06 Samstag. Wetter: auch hier, für uns im hohen
Norden, schwül und sackheiss!
Heute ist Bootsabnahme. Unser Boot, die "Alice" ist
10.60 m lang und 3.5 m breit. Mit Baujahr 2006 und bis
anhin lausigen 148 Betriebsstunden ist sie praktisch "nigelnagelneu".
Unser Instruktor, Herr Boldt, nimmt sich ausnehmend viel
Zeit, uns Boot und Revier zu erklären. Mehr als 2
Stunden opferte der Mann! So eine halbe Stunde war es
bis anhin -und wir machen das ja bereits zum
siebten Mal- das höchste aller Gefühle!
Ergo: alles nochmals verinnerlichen, Karten, Kompass und
GPS (genial, haben wir auf diesem Schiff) studieren,
alle Koffer auspacken, alles ausprobieren, etc.
Und ach du Schreck: der Stromanschluss von Laptop und
Kaffeemaschine (beides lebensbestimmend für meine liebe
Gattin) passen nicht! Was tun? Unser Adapter (und hievon
haben wir mindestens deren 3) sind in Chur. Und der hiesige
Handel bietet nichts derartiges an, oder hat (es ist ja
schliesslich Samstag) bereits geschlossen.
Ergo Hau-Ruck-Methode: unser Schiffsnachbar hat eine
komplett eingerichtete Werkstatt, und die hinderliche
Erdung wird kurz und bündig abgesägt! Logo funktioniert
nun
das Ganze! |
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23.07.06 Sonntag. Wetter: schwül-heiss: Route:
Barth - Stralsund |
Rund vier Stunden benötigen wir für diese Strecke. Wir
sind vorsichtig, fahren wir doch zum ersten Mal in
Salzwasser. Allerdings, dies macht ja wohl nichts aus,
aber all die Horrorgeschichten wegen des hier meistens
extrem untiefen Gewässers, geben uns schon zu denken.
Ohne Echolot (hat die "Alice" auch) und sehr gut "betonnter"
Fahrrinne wären wir verloren.
Stralsund ist eine alte Hansestadt. Der Hafen ist riesig.
Trotzdem ziemlich lästig, einen freien Platz zu finden.
Solche hat es wohl jede Menge, aber eben: meistens sind
diese an Dauermieter (Scheiss roter Kleber als
Kennzeichen) vergeben.
Stralsund werden wir morgen besichtigen. Wir werden
zweimal hier übernachen (wofür mir der Hafenmeister
satte EUR 44.00 abknüpfte!)
Vanwegen de € 44.- Eigenlijk hebben wij
vermoedelijk 2 ligplaatsen moeten betalen want naast ons
heeft hoogstens nog een gummibootje plaats :-) Daarvoor
is hier het water gratis! De stroom kost hier € 0.50 per
KW.
Morgen een stadbezichtigung in Stralsund is een zeer
oude Hansestad. |
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24.07.06 Montag. Wetter: schön und nicht mehr so
schwülheiss! |
Heute ist Pausentag: Stadtbesichtigung, Einkaufen, etc.
Imposant ist dabei vorallem unser Besuch auf der "Gorch
Fock", ein im 1933 gebautes Segelschiff mit einer Länge
von 82.1 m, 23 Segeln mit einer Segelfläche von 1'797 m2
und einer grössten Masthöhe von sagenhaften 41.6 m. Die
"Gorch Fock", ein Schulschiff mit einer Besatzung von 78
Mann und 160 Schülern, wurde im 1945 von "Wehrmachts-pionieren"
versenkt und im 1947 von den Sowjets gehoben,
instandgestellt, und unter dem Namen "Towaritsch" (Kamerad)
während rund 20 Jahren wiederum als Schulschiff
eingesetzt.
Nachher zerfällt die von Deutschland zurückgekaufte und
wieder in "Gorch Fock" umgetaufte "Towaritsch". Auch
heute fehlen noch die Mittel, die "Gorch Fock" wieder
fahrfähig zu restaurieren. Dies ist das Ziel der
heutigen Eigner, resp. die "Gorch Fock" vom jetzigen
Museumsdasein zu befreien. Nimmt mich wunder, ob dies je
gelingen wird (und noch herzlichen Dank an die "Gorch
Fock" wurde ich doch nur dank ihr von Museums- und
Kirchenbesichtigungen erlöst).
Zusätzlich ist heute unsere Fahrziel von morgen
festzulegen. Ziel ist Kröslin am Peenestrom. Gemäss
meinen Berechungen eine Fahrzeit von rund 4 Stunden. Zu
überqueren ist dabei der "Greifswalder-Bodden". Der ist
so gross, dass keine Landsicht mehr besteht. He, da
staunt ihr! Aber als echte Salzwassermenschen fahren wir
nach dem Kompass! Ob uns dies gelingt, hört ihr dann
-oder dann eben nicht- morgen. :-)
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Moblogfoto's by Urs |
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Dinstag 25.07.06 Wetter: schön; immer noch heiss! Route:
Stralsund - Kröslin (am Peenestrom). Fahrzeit: 5 Std. |
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Na ja: die heutige Fahrzeit betrug gegen
fünf Stunden. Aber so kleine Rechnungsfehler (meine
gestrige Prognose: 4 Stunden) können schliesslich auch
alten Seebären passieren! Eindrücklich der
Greifswalder-Bodden. Der wollte und wollte nicht enden.
Und dann noch dieses Kabbelwasser. Teilweise echt
schwierig, die "Alice" auf Kurs zu halten.
Kröslin hat einen sehr grosszügig ausgebauten Hafen.
Kein Vergleich mit den mehr als engen Verhältnissen in
Stralsund! Die Marina Kröslin sei von Schweizern
finanziert und werde von solchen "gemanaged" versichert
man uns mehrfach. Ob Kompliment, oder als Vorwurf "..das
sind doch nur so verfluchte Geldsäcke" ist mir nicht
ganz klar.
Kröslin selbst ist ein absolutes "Kaff". Tote Hose par
Excellence! Kirche, einige wenigen Strassenzüge und
sonst nichts. Meine Velo-Erkundungstour war schnell
beendet.
Erstaunlich für uns ist hier immer wieder, und zwar
vorallem abends, die fantastischen, grellen
Lichtverhältnisse und das späte Einnachten.
Das wär's. Bis morgen.
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Mittwoch 26.07.06 Wetter: onverandert warm, tussen
28-32° Route Kröslin-Lassan, vaartijd 3 uur. by Joanna |
Wij varen de Peenestroom zuidwaarts. Lassan, een haven
die het in zich had :-) alleen al met het erin varen
hadden wij ca. nog 30 cm wasser onder de kiel! Aangave
op onze kaart 2.1 mtr. Maar heeft stroom en is nog heel
gemoedelijk.
Een echt oud DDR dorpje, twee straten die paralel lopen,
een kerk, een bakker die gesloten had en een sparwinkel
die alles hat :-) , een echte dorpswinkel. Natuurlijk
een kroeg en een klein restaurantje.
Daar wij op onze kaart niet overal de kompas angaven
hebben vooral als men in zulke haven als Lassan wil
varen heeft Urs een koersberekener nog vanmorgen in
Kröslin gekocht en dat is een praktisch deeltje, het
zijn grote wateren hier, maar wel spannend hoor! Onze
boot is snel, heel snel, wij zijn eigenlijk nog niet vol
gevaren maar een twintiger (km) maakt hij zeker.
Nog aan alle, die in ons gasteboek een reaktie
achtergelaten hebben, hartelijk bedankt, super!
Tot morgen folks. Love Joanna en Urs |
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Donnerstag, 27.07.06. Wetter: wie gehabt. Route: Lassan
- Stolpe an der Peene. |
Die "Peene", entspringt im Kummerower See und mündet
nach rund 125 km in den Oderhaff also schlussendlich in
die Ostsee. Gemäss Prospekten ist die Peene "der
Amazonas des Nordens". Gut, wir haben nicht viel gesehen.
Unser heutiger Hafen, Stolpe, liegt so ca. 15 km
oberhalb der Mündung. Aber vom gesehenen sind wir
enttäuscht: links grüne Büsche, rechts grüne Büsche, keine
Dörfer, keine Häuser, kein "Wildlife" (eine Ente wäre
wenigsten eine Ente). Echt langweilig. Kein Vergleich mit
den Flüssen in England, Irland, Holland, etc.). Aber
Mücken hat es hier zur genüge. Also doch noch eine
bisschen Amazonas.
Wir werden morgen umkehren. Plan ist, Peenemünde
anzulaufen und das dortige Museum zu besichtigen. In
Peenemünde wurden im 2. Weltkrieg die gefürchteten
V2-Raketen entwickelt und auf London abgeschossen. Mit
den dort gross gewordenen Forschern, zB W. von Braun,
wurde in der Folge in den USA die Weltraumforschung
entwickelt. |
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Freitag, 28.08.06.Wetter: bewölkt aber schwül. Route:
Stolpe (Peene) - Krösslin. By Joanna! |
Tagwache um 6.30 Uhr; Ablegen in Stolpe um 7.45. Die
Brücke in Anklam (da kommen wir mit unseren 4.30 m
Bootshöhe nicht durch) öffnet schliessliche um 8.45.
Denken wir. Pech gehabt: die Öffnungszeiten haben
geändert. 8.45 entfällt. Nächstes Hochziehen der
Klappbrücke um 10.45. Zum Glück finden wir einen schönen
"Wasserrastplatz". Ergo ist gemütliches Warten angesagt.
"Infolge der grossen Hitze klemme die Klappbrücke von
Zeit zu Zeit" erzählt der dortige Hafenmeister. "Das
Eisen dehne sich aus und müsse immer wieder mit kaltem
Wasser besprüht werden. Meistens nütze es" erzählt der
Spassvogel. Zum Glück hat er heute recht.
Krösslin erreichen wir um 14.30. Zeit genug somit, mit
dem Fährboot nach Peenemünde überzusetzen und das Museum
über die Raketenentwicklung, im speziellen die Ende des
2. Weltkrieges noch eingesetzten V2-Raketen, zu
besichtigen. Hochinteressant, unheimlich und
erschreckend was es hier alles zu sehen gibt.

In Krösslin ist
heute Hafenfest: Karrusell, Livemusik, Imbissbuden, etc.
etc. Als besondere Attraktion kann ein Rettungsboot der
Deutschen Seerettungsgesellschaft (www.
DGzRS.de) besichtigt werden. Einfach gewaltig, was
da alles in so einem Boot steckt. Imponiert haben uns
vorallem der Steuerstand, die Löschanlage, der gewaltige
Abschlepphaken und die auf einer Slipanlage montierte "Kleinausgabe"
der "Steuermann Jantzen".
Mit ihrem unvergleichlichen Charme schaffte es natürlich
Joanna, die Rettungscrew in Position zu stellen und zu
fotografieren. Logo werden anschliessend alle Fotos auf
ein CD gebrannt und der Crew geschenkt. Die haben echt
Freude an diesem Präsent. |
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Woche 2
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